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UNSER SCHWEIN IST UNS NICHT WURST! SCHLUSS MIT DER MASSENTIERHALTUNG IN MECKLENBURG-VORPOMMERN

Billiges Fleisch, billige Eier überall – Die Massentierhaltung breitet sich immer weiter aus. Besonders von dieser Entwicklung betroffen ist Mecklenburg-Vorpommern. Im Bundesland sind mehrere riesige Agrarfabriken für bis zu 400.000 Hähnchen und Schweinemastanlagen für bis zu 46.000 Tiere geplant.

Wir wollen keine Massentierhaltung! Wir fordern die konsequente Umsetzung des Tierschutzes, der in Artikel 20a Grundgesetz verankert ist!

Tier- und umweltgerechte Haltungsvorschriften für alle Nutztiere sind längst überfällig. Die Massentierhaltung ist weder tier- noch umweltgerecht.

In Schweinemastanlagen stehen die Schweine so eng zusammengepfercht, dass die Tiere sich nicht mal umdrehen können. Nach der Geburt werden den Ferkeln ohne Betäubung die Schwänze abgeschnitten und die Zähne stumpf geschliffen, die eingeengten Tiere sollen sich nicht gegenseitig verletzen. Daneben ist die Belüftung in solchen Anlagen nur sehr schlecht, außerdem bekommen die Tiere in ihrem ganzen Leben kein Tageslicht zu sehen! Viele Tiere sterben allein wegen den grausamen Bedingungen in den Mastanlagen.

Auch in Hähnchenmastanlagen sieht es nicht besser aus. Was in der ersten Woche mit den Küken noch recht niedlich aussieht, wird durch die Turbomast zu einer unbeschreiblichen Tierquälerei. Wozu die Natur Monate braucht, nämlich ein gesundes Huhn aufwachsen zu lassen, schafft die Industrieproduktion in nur fünf Wochen.

Zum Tierschutz gehört auch, dass alle Tierhaltungsanlagen den Brandschutz in ausreichendem Maße garantieren. Bei den bestehenden Anlagen ist es keinesfalls gesichert, dass im Brandfall die Rettung der Tiere möglich ist.

Wir wollen eine ökologische und artgerechte Tierhaltung! Wir fordern industrielle Tierhaltungsanlagen dürfen nicht weiter durch Subventionen gefördert werden. Dafür muss der ökologische Landbau und andere artgerechte Haltungsformen verstärkt gefördert werden!

Die Subventionszahlungen werden durch das Agrarinvestitionsförderprogramm des Landwirtschaftsministeriums ausgezahlt. Es ist unproblematisch in Zukunft nur noch Landwirtschaft nach bestimmten Kriterien, zum Beispiel den Anforderungen der ökologischen Landbauverbände oder NEULAND, zu fördern.

Wir wollen keine Beeinträchtigung der Lebensqualität der Menschen vor Ort durch gigantische Mastanlagen! Wir fordern ein verpflichtendes Raumordnungsverfahren, dass den Standort auch nach touristischen und gesundheitlichen Aspekten prüft!

Die Lebensqualität der Menschen vor Ort, die Umwelt und das Klima werden durch die Mastanlagen erheblich bedroht! Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo der Tourismus ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, stellt diese Entwicklung eine große Gefahr dar! Niemand will neben einer stinkenden Mastanlage Urlaub machen. Das ist nämlich nicht nur unangenehm, sondern kann auch gesundheitsschädlich sein!

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat die Möglichkeit, die Massentierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern zu stoppen. Denn die Massentierhaltung hat ausgedient. Wir brauchen eine artgerechte, nachhaltige und sinnvolle Landwirtschaft und vor allem Tierhaltung!

Schreibe Landwirtschaftsminister Backhaus eine Mail oder ein Fax und mache ihm deutlich, was Du von Massentierhaltung hältst! Fordere ihn dabei auch dazu auf die gefährliche Entwicklung zu stoppen! Unser Schwein ist uns nicht wurst!

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